Diese Diskussionsveranstaltung ist Teil des VSA-Sommerfestes in Würzburg (siehe HIER) und wird in Kooperation mit dem Länderbüro Bayern der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit realisiert. 

Klickt auf dieser Seite bitte auf Zusage/Interesse und wir informieren Euch, sobald die offizielle Anmedlung im Shop der FNF möglich ist. 

Die Veranstaltung ist kostenlos. Im Anschluss lassen wir den Tag gemeinsam ausklingen.

HIER geht es zur entsprechenden Veranstaltung im Shop der FNF.  

Politische Diskussionsrunde "Politikversagen Wohnungsmangel"

Zum Thema "Politikversagen Wohnungsmangel: Wie kann der freie Markt für bezahlbare Mieten sorgen?" diskutieren wir mit:

  • Jürgen Lenders MdL, Wohnungsbaupolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag
  • Professor Dr. Frank Eckardt, Professur für Sozialwissenschaftliche Stadtforschung an der Bauhaus-Universität Weimar.
  • Dr. Ralph Henger, Senior Economist für Wohnungspolitik und Immobilienökonomik beim Institut der Deutschen Wirtschaft (IW). 
  • Moderation: Thomas Nagel

Themenfrage

Es scheint aus heutiger Perspektive nur schwer vorstellbar, aber noch Mitte der 2000er Jahre war das Thema Wohnen & Mieten politisch weitgehend irrelevant: man erwartete eine demographiebedingte Schrumpfung der Einwohnerzahl Deutschlands und machte sich eher Sorgen, wie man mit leerstehenden Häusern und Wohnungen verfahren sollte; nach der Wiedervereinigung hatte man in den neuen Ländern ja bereits reihenweise leerstehende Plattenbauten abgerissen; Deutschland das Paradies der Mieter?

Als 2006 die Deutschen mit der Welt ein Sommermärchen feierten und sich die wirtschaftlichen Fundamentaldaten verbesserten, vollzog sich, zunächst weitgehend unbemerkt, ein entscheidender Wandel (vgl. auch IW Köln 2017): die junge Generation begann, die Großstädte für sich zu entdecken. War man früher nach dem Studium zur Gründung einer Familie (wieder) aufs Land gezogen, blieb diese Generation den Städten verhaftet; die Wanderungssalden veränderten sich nachhaltig. Stadtviertel wie Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Sternschanze oder Schwabing veränderten ihr Gesicht und wurden zum Sehnsuchtsort einer ganzen Generation. Und so dauerte es nicht lange, bis die Mieten in den bevorzugten Gegenden rasant stiegen und sich die Einwohnerstruktur nachhaltig veränderte – Gentrifizierung war jetzt das neue Schlagwort. Der Preisdruck verschärfte sich abermals, als die Bauzinsen im Nachgang der Finanzkrise sanken und Immobilien als attraktive Anlageform propagiert wurden, jedoch kein ausreichendes Bauland ausgewiesen war, die Bauwirtschaft unter Kapazitätslimitierungen litt und immer neue energetische Vorschriften das Bauen zusätzlich verteuerten. Plötzlich tauchte die Frage auf, ob man sich noch ein Dach über dem Kopf in der bevorzugten Wohnlage würde leisten können, insbesondere mit Kindern; immer mehr Haushalte waren gezwungen, einen immer höheren Anteil ihres Nettoeinkommens für Wohnen auszugeben. Mieter fürchten die nächste Erhöhung, häufig auch im Zuge einer energetischen Gebäudesanierung; die Bildung von Eigentum wurde immer schwieriger; der Markt schien zu versagen und das Thema Mieten und Wohnen war zurück auf der politischen Agenda. Wohnen als neue soziale Frage und Ansporn an die Politik, in den Markt einzugreifen.

Hier möchten wir mit der Diskussionsrunde zum Thema „Politikversagen Wohnungsmangel: Wie kann der freie Markt für bezahlbare Mieten sorgen?“ anknüpfen. Welche Optionen gibt es? Wie sind diese zu bewerten? Ist die nachverdichtete Stadt überhaupt durchsetzbar und wenn ja, ist sie erstrebenswert? Wie viel Staat ist notwendig wie viel Markt möglich? – man denke nur an die Verstaatlichungsinitiative in Berlin.


Würzburg

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